Wir gehen immer weniger. Der moderne Lebensstil bedeutet für viele vor dem Computer und dann vor dem Fernseher und dazwischen im Auto zu sitzen. Der Durchschnittsmensch kommt so nur noch auf 1.000 Schritte pro Tag. Körperliche Aktivität ist aber für unsere Gesundheit sehr wichtig. Bewegungsmangel gilt noch vor dem Rauchen und der schlechten Ernährung als die häufigste Ursache für Krankheiten. Es ist also höchste Zeit für die Anschaffung und Aktivierung eines Schrittzählers.

Ein Pedometer oder ein Schrittzähler ist ein kleines mechanisches oder elektronisches Gerät zum Zählen von Schritten. Als Erfinder der mechanischen Schrittzähler gilt der Schweizer Uhrmacher Abraham-Louis Perrelet, er baute seit Gerät erstmals 1780. Sie besaßen rechteckige Gehäuse und hatten auf dem Deckel meist vier Zifferblätter, die es möglich machten, bis zu 10.000 Schritte zu zählen.

10.000 Schritte
Das ist nämlich die magische Zahl und die Empfehlung von vielen Sportmedizinern, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch die der American Heart Association. 10.000 Schritte ergeben bei den meisten Menschen eine Strecke von fünf bis acht Kilometern.

Das Gehen kann ganz einfach in den Alltag integriert werden, wie das Portal einfachbewusst.de zusammenfasst:

  • das Auto zumindest auf Kurzstrecken stehen lassen;
  • ein paar Bus-/U-Bahn-/S-Bahn-Haltestellen vor dem Ziel aussteigen und den Rest laufen;
  • Rolltreppe und Fahrstuhl meiden, stattdessen die Treppe nehmen;
  • mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren: 30 Minuten im Sattel wird mit 3.000 Schritten belohnt;
  • in der Mittagspause eine Runde um den Block laufen, anstelle am PC zu surfen;
  • im Büro mindestens einmal pro Stunde aufstehen und sich etwas Bewegung verschaffen;
  • den Arbeitskollegen nicht anrufen, sondern persönlich bei ihm vorbeischauen;
  • zu Fuß zum Einkaufen gehen;
  • einen Abendspaziergang machen;
  • am Wochenende ausgiebig wandern: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.

Was ist so toll am Schrittzähler?
Der verlangt also 10.000 Schritte am Tag und wenn sie erreicht sind, belohnt er dies mit Lightshow und/oder Vibrieren. Beim anfänglichen Tragen des Geräts kann es ernüchtern, wie wenig man sich bewegt. In Folge birgt das sanfte Vibrieren des Triumphs nach 10.000 Schritten ein gewisses Suchtpotenzial. Studien haben gezeigt, dass Schrittzähler Probanden dazu motivieren können, mehr Schritte zu gehen, als sie normalerweise täten.

Und wem es zu wenig ist, der findet immer wieder Wettbewerbe. Je nach persönlichem Ehrgeiz kann man dabei gegen sich selbst, andere Einzelpersonen oder ganze Gruppen antreten. Es geht darum, ein bestimmtes Schrittziel zu erreichen oder in einem gesetzten Zeitrahmen die meisten Schritte zu sammeln.

Spazierengehen als Extremsport
Gelesen oder telefoniert wird nur noch beim strammen Marsch um den Esstisch herum. Das Ganze ist auch beliebig steigerbar: so gibt es mittlerweile Personen, die die 100.000 Schritte-am-Tag-Marke geknackt haben. Die Neue Zürcher Zeitung hat dazu eine tolle Idee: wer nicht ganz so einsatzbereit ist und ein dehnbares Gewissen sein eigen nennt, dem sei beispielsweise das Reiten empfohlen. Unglaublich, wie viele Schritte so ein Pferd macht und in wie kurzer Zeit. Und Sport ist Reiten ja auch.

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