Atemschutzmasken sind in vielen asiatischen Metropolen nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken, für die Bewohner gehören sie wegen der starken Luftverschmutzung zum täglichen Outfit. Wenn man schon eine Maske tragen muss, dann warum nicht eine, die die Persönlichkeit hervorhebt und in der grauen Luft farbige Akzente setzt.

Atemschutzmasken schützen Mund und Nase und somit die Lunge und den Blutkreislauf vor der schädlichen Stickstoffbelastung in der Luft. In Megastädten wie Peking geht kein vernünftiger Mensch ohne diesen Schutz auf die Straße – die Stickoxidbelastung ist extrem.

Der ehemalige Marathonläufer Zhijun Wang aus Peking kennt das Problem der Luftverschmutzung in seiner Heimat und hat angefangen Masken aus Turnschuhen zu kreieren, eine moderne Art Atemschutzmaske zu schaffen – stylisch und funktional zugleich. Seine Design-Experimente sind innerhalb von kurzer Zeit sehr beliebt geworden, für seine erste Kreation benutzte Wang den Stoff einer Jacke von Nike und kombinierte ihn mit dem Material eines exklusiven Turnschuhs.

Den Durchbruch schaffte der Designer dann mit einer Maske aus einem ganz besonderen Paar Sneakern, die aus der Adidas-Kollektion von Rapper Kanye West stammen: Für eine dieser in Handarbeit verarbeiteten Yeezy-Masken bot ihm ein Interessent bei eBay China 5.000,- US-Dollar. Die Masken des chinesischen Designers sind neben der Exklusivität sehr leicht, atmungsaktiv und äußerst strapazierfähig. Pro Make versucht er nur ein Paar Schuhe zu verwenden und die ursprüngliche Aufmachung der Treter zu bewahren. Zum Schluss setzt er noch ein Luftventil und ein Feinstaubfilter ein, berichtet das Portal spiegel.de.

Bis Mundschutz in Peking also hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen getragen wird, haben die Japaner ganz andere Vorteile für eine Maske entdeckt:

  • Wer Pickel hat, kann sich einfach dahinter verstecken.
  • Wer Zwiebel gegessen hat, muss keine Angst mehr haben, unangenehm aus dem Mund zu riechen.
  • Wer sich nicht rasieren wollte oder konnte, kann die Stoppel unter der Maske verbergen.
  • Nachts hilft die Maske, dass das Gesicht nicht austrocknet.
  • Sie hilft dem Träger, sein Gesicht zu bewahren, wenn der Ärger um die Mundwinkel zuckt.
  • Sie gibt ein generelles Sicherheitsgefühl.

Die Masken sind auch in Japan zu Einmal- und Alltagsprodukten geworden und haben sich dementsprechend in Design und Funktion diversifiziert. Es gibt sie in allen Farben des Regenbogens, mit Leopardmuster, künstliche Blutflecken und selbstverständlich mit zuckersüßen Hello-Kitty-Print. Manche riechen nach Eukalyptus oder Menthol, manche kommen in robusterer Ausführung für einige Krankheiten, wieder andere leuchten im Dunkeln. Gerne haben die Mundschutzmasken auch Special Features wie diverse Pollenfilter, Erdbeerduft oder eingebaute Atembefeuchter gegen die trockene Winterluft.

Die Atemschutzmasken sind lange nicht mehr ein exklusives Thema für Asien: Mittlerweile gibt es auch erste Interessenten aus der britischen Hauptstadt, wo die Luft Ende Januar 2017 kurzzeitig sogar schmutziger war als in Peking. Kein Wunder also, dass man sich auch dort Gedanken um eine modische Alternative und Möglichkeit für den Schutz der Atemwege macht.

Quelle: hypebeast.com

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