Blütezeit für die Bachblüten

Warum schwören Millionen von Menschen auf die Tinkturen aus den Bachblüten, wenn ihre therapeutische Wirkung umstritten, wenn nicht sogar widerlegt ist? Jedoch können die beliebten Tinkturen bei psychischen Leiden helfen. Am Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universität Krems haben Forscher in einem Review die wenigen bestehenden wissenschaftlichen Untersuchungen zu Bachblüten im Jahr 2009 gesammelt […]

Warum schwören Millionen von Menschen auf die Tinkturen aus den Bachblüten, wenn ihre therapeutische Wirkung umstritten, wenn nicht sogar widerlegt ist? Jedoch können die beliebten Tinkturen bei psychischen Leiden helfen.

Am Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universität Krems haben Forscher in einem Review die wenigen bestehenden wissenschaftlichen Untersuchungen zu Bachblüten im Jahr 2009 gesammelt und neu ausgewertet. Mit dem nüchternen Ergebnis, dass Bachblüten wissenschaftlich keine Wirkung haben. Der Studienleiter Gerald Gartlehner bestätigte, dass Bachblüten zwar eine Verbesserung von psychischen Problemen bewirken können, allerdings nicht mehr als das Placebos tun würden.

Warum schwören dann Millionen von Menschen auf die Tinkturen aus den Bachblüten? Klären wir erst einmal die Herkunft: Der englische Arzt Edward Bach beschäftigte sich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Homöopathie und entwickelte schließlich die Bachblüten. Es handelt sich dabei also nicht um Blüten, die an Bächen wachsen. Die dahintersteckende Ansicht: Die Essenzen sollen nicht auf körperliche oder psychische Beschwerden direkt wirken, sondern den negativen emotionalen Zustand, mit dem sie laut Bach in Verbindung sind, lösen und wieder ein inneres Gleichgewicht herstellen. Es handelt sich um verdünnte Urtinkturen in einem Trägermedium aus Wasser und Alkohol oder Glycerin.

“Bachblüten sind keine Medikamente. Sie bekämpfen keine Symptome. Die Bachblüten setzen in der Psyche an, dort, wo die Ursachen für die Probleme liegen.”Beatrix Bethke

Bevor Beatrix Bethke, die in ihrer Praxis Bachblüten-Behandlungen durchführt, Mixturen aus 38 verschiedenen Blüten herstellt, führt sie lange Gespräche mit den Patienten. „Vielen hat es schon geholfen, etwa bei Angstpatienten, die sich kaum zu einem Zahnarzt getraut haben“, so Bethke. Hier könnten die Blüten Wirkung zeigen: Den Menschen werden psychische Kausalitäten bewusst, die Tinktur erinnert sie daran und die Ängste lösen sich. Ein Helferlein auf dem Weg zur Erkenntnis.

Immer mehr Sonderklasse-Krankenversicherungen übernehmen einen Kostenanteil von alternativen Heilbehandlungen. Darunter sind homöopathische Arzneimittel und Medikamente, homöopathische Behandlungen, Akupunktur, Akupressur, Bachblütentherapie, Behandlungen aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM, Chiropraktik, Bioresonanz und Reflexzonenmassagen. Kosten des Hypoxi-Trainings werden wie die von Putzerfischen zur medizinischen Behandlung von Hautkrankheiten nicht übernommen.

Die 38 Bachblüten und ihre Anwendung

  • Odermennig: Verkrampfungen
  • Zitterpappel: Paranoia
  • Buche: übertriebene Selbstkritik
  • Tausendgüldenkraut: Selbstlosigkeit
  • Bleiwurz: Pflichtvergessenheit
  • Kirschpflaume: innere Anspannung
  • Knospe der Rosskastanie: Lernblockaden
  • Wegwarte: Versagensangst
  • Gemeine Waldrebe: Realitätsverlust
  • Holzapfel:Ordnungszwang
  • Ulme: Planlosigkeit
  • Herbstenzian: Selbstzweifel
  • Stechginster: Hoffnungslosigkeit
  • Heidekraut: Introvertiertheit
  • Stechpalme: Jähzorn
  • Geißblatt: Zukunftsängste
  • Hain- oder Weißbuche: Antriebslosigkeit
  • Springkraut: Ungeduld
  • Lärche: Selbstwertprobleme

 

  • Gauklerblume: konkrete Ängste
  • Wilder Senf: Antriebsschwäche
  • Eiche: pedantisches Auftreten
  • Olive: innere Müdigkeit
  • Kiefer: Selbstvergessenheit
  • Rote Kastanie: Selbstaufgabe
  • Gelbes Sonnenröschen: Vergesslichkeit
  • Wasser aus heilenden Quellen: Selbstlosigkeit
  • Einjähriger Knäuel: Stimmungsschwankungen
  • Doldiger Milchstern: Sensibilität
  • Esskastanie: Depression
  • Eisenkraut: Selbstaufopferung
  • Wein: Kontrollzwang
  • Walnuss: Selbstlosigkeit
  • Sumpfwasserfeder: Selbstisolation
  • Weiße Kastanie:Schlafstörungen
  • Waldtrespe: Unentschlossenheit
  • Heckenrose: innere Leere
  • Gelbe Weide: Schuldgefühle
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