Dialyse: Die künstliche Niere kommt

Es gibt weltweit einen Mangel an Spenderorganen. Dazu kommt die Abhängigkeit von der Blutgruppe und es besteht das Risiko der Abstoßungsreaktion durch den Körper. Die regelmäßige Dialyse stellt eine ziemliche Beeinträchtigung des Lebens dar und bringt einen nur mäßige Verbesserung der Lebenserwartung. Bereits vor zwei Jahren haben Forscher an der Vanderbilt University begonnen eine künstliche […]

Neue Fortschritte bei der Nanotechnoloigie bringen ein bereits zwei Jahre altes, aber nie realisiertes Projekt wieder in den Mittelpunkt der Forschungen: die künstliche Niere. Sie könnte in Zukunft die herkömmliche Dialyse, die das Leben weitgehend beeinträchtigt, eindeutig revolutionieren.

Es gibt weltweit einen Mangel an Spenderorganen. Dazu kommt die Abhängigkeit von der Blutgruppe und es besteht das Risiko der Abstoßungsreaktion durch den Körper. Die regelmäßige Dialyse stellt eine ziemliche Beeinträchtigung des Lebens dar und bringt einen nur mäßige Verbesserung der Lebenserwartung.

Bereits vor zwei Jahren haben Forscher an der Vanderbilt University begonnen eine künstliche Niere zu entwickeln. Wenn die Entwicklungen an Vanderbilt University erfolgreich sind, beginnt für Nierenleidende eine neu Ära. Keine regelmäßige Dialyse, nie wieder auf ein Spenderorgan hoffen. In Zusammenarbeit mit der University of California arbeiten die Forscher an einem Filter aus Nanosilizium. Dieser Filter ist in der Lage unerwünschte Moleküle aus dem Blut, schädliche Stoffe überschüssiges Wasser und Salz – wie bei der herkömmlichen Dialyse – vom Blutkreislauf zu separieren, wie es sonst eine funktionierende Niere leistet. Durch den Einsatz der Nanotechnologie stehen bessere und einheitliche Poren zur Verfügung, die wesentlich effizienter sind als die Filtermembranen in den derzeitigen Dialysegeräten.

Die künstliche Niere soll ein wenig größer sein als eine echte und wird zusätzlich zu den bestehenden Organen implantiert. Ein Entfernen der vorhandenen Nieren ist also nicht erforderlich.

Um die künstliche Niere rasch verfügbar zu haben, wurde das Projekt von der Zulassungsbehörde FDA der USA ins das Fast-Track-Programm angenommen und soll in etwa vier Jahren verfügbar sein.

Zeige Buttons
Verberge Buttons
%d Bloggern gefällt das: