Eine neue Studie zeigt, welche Sportarten der Gesundheit am besten helfen. Grundsätzlich ist ja Bewegung wichtig, schon wer pro Stunde nur zwei Minuten umhergeht, verlängert sein Leben. Körperliche Aktivität wirkt zudem Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen entgegen, hält das Gehirn fit und hilft gegen Depressionen. Sport ist aber nicht gleich Sport, sagen Forscher.

Wissenschaftler um den Sportmediziner Pekka Oja vom UKK-Institut im finnischen Tampere wollten wissen, mit welcher Form der körperlichen Aktivität es sich am längsten lebt? Dazu haben sie Daten von insgesamt 80.000 Menschen ausgewertet, die zwischen 1994 und 2008 in England und Schottland zu ihrer Gesundheit und körperlichen Aktivität befragt worden waren.

Die Ergebnisse zeigten: Insgesamt kamen weniger als die Hälfte der Studienteilnehmer auf die Bewegungsmenge, die Experten pro Woche empfehlen, schreibt das Online-Portal scinexx.de. Ausserdem offenbarte es sich, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen der bevorzugten Sportdisziplin und dem Sterberisiko zu geben scheint.

Am längsten lebten den Daten zufolge Menschen, die Schlägersportarten wie Tennis, Squash oder Badminton spielten. Auch Schwimmen, Aerobic und Fahrradfahren wirkten sich demnach signifikant positiv aus. Kein Zusammenhang mit einem verminderten Sterberisiko zeigte sich hingegen für Läufer, Jogger sowie Football- und Rugbyspieler.

Die Forscher haben auch untersucht, wie sich einzelne Sportarten auf das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen auswirken. Laut Ergebnis zählen auch hier Schlägersportarten, Schwimmen und Aerobic zu den Siegern. Wer diese Sportarten betreibt, hat ein geringeres Risiko, an Herzversagen zu sterben. Fahrradfahren scheint hingegen keine Auswirkungen darauf zu haben.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass nicht nur das Wieviel und Wie oft eine Rolle spielt, auch welchen Sport man treibt macht offenbar einen Unterschied.Mitautor Emmanuel Stamatakis

Es gibt noch offene Fragen, die geklärt werden sollen wie: Warum das Sterberisiko bei manchen Disziplinen zu sinken schien je intensiver und länger die Probanden trainiert hatten und bei anderen hingegen niedrige Intensitäten besser zu wirken schienen als hohe.

Fazit: Bestimmte Sportarten zu betreiben kann sich signifikant positiv auf die Gesundheit auswirken. Aber was anderes ist auch klar: Solange es sich nicht um einen Risikosport handelt, ist irgendeine sportliche Aktivität auszuüben noch immer viel besser als sich gar nicht zu bewegen.

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