Wie verhält man sich richtig bei eisigen Temperaturen? Was sind die wichtigsten Körperteile, die man bei Kälte unbedingt schützen muss? Wird man tatsächlich krank nur weil man friert? Und wie wird man den Winterblues los?

Die kalte Jahreszeit hat auch positive Seiten, man spürt aber oft nur die Nachteile – die ewige Kälte und die kurzen Tage. Man soll sich ständig gut einpacken, damit man nicht friert und sich genügend schützt. Laut Erfahrung werden zuerst Füße, Hände, Ohren, Nase wie Eiszapfen – die Körperteile, die am weitesten vom Rumpf entfernt sind. Das liegt daran, dass das Temperaturzentrum im Gehirn die lebenswichtigen Organe schützt. Die Temperatur im Inneren des Körpers soll so lange wie möglich bei 36,5 bis 37 Grad bleiben, informiert Die Welt. Darum werden die wichtigen Organe wie Herz, Niere und Leber auch bei Kälte gut durchblutet.

Wird man also krank durch Kälte?

Um krank zu werden, muss der Körper erst einmal Krankheitserregern, also Viren oder Bakterien ausgesetzt sein. Allerdings ist die Immunabwehr des Körpers bei anhaltender Kälte geschwächt. Man fängt sich also schneller was ein, es besteht tatsächlich der indirekte Zusammenhang, dass kalte Temperaturen Krankheiten begünstigen.

Grippe vs Erkältung

Eine echte Grippe wird durch Viren ausgelöst und beginnt meist plötzlich. Hinzu kommen Symptome wie Kopf-, Glieder- und Knochenschmerzen sowie Husten und Schnupfen. Wichtig ist, reichlich zu trinken, sich zu schonen und ruhig einige Tage im Bett zu verbringen.
Eine Erkältung hat man in der Regel mehrfach im Jahr, auch sie ist eine Virusinfektion. Die Nase läuft, man hat Halsschmerzen, Kopfweh und vielleicht auch Gliederschmerzen. Die Symptome beginnen langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. Meist haben Betroffene kein Fieber und müssen auch nicht zum Arzt.

Die winterliche Kälte kann die Herzkranzgefäße verengen und so die Verengung des Herzmuskels mit Sauerstoff verschlechtern. So kann starke Kälte auch lebensbedrohliche Angina-Pectoris-Anfälle und sogar einen Herzinfarkt auslösen. Insbesondere für Menschen, die ohnehin schon an einer Herzerkrankung leiden, sind also Minusgrade ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko.

Was hilft dann?

Auf jeden Fall sich warm anziehen. Am besten nach dem Zwiebelprinzip, also mehrere Schichten übereinander. Dann entstehen zwischen den einzelnen Schichten Luftpolster, die zusätzlich isolieren. Nur weil es draußen kalt ist, sollte man aber nicht auf Bewegung und Frischluft verzichten! Sonnenschein setzt Glückshormone frei, was wiederum gut für das Herz und auch für die Laune ist.
Eier, Käse, Pilze oder Avocado – diese Lebensmittel enthalten ausreichend Vitamin-D, was in der kalten Jahreszeit besonders wichtig ist, um dem Winterblues gut vorbeugen zu können.

Jogging im Winter

Mit Vernunft betrieben, geht Outdoor-Training auch in den Wintermonaten. Gegen gereizte Bronchien hilft es, so langsam zu laufen, dass es genügt, nur durch die Nase ein- und auszuatmen. Ein Bandana-Tuch vor Mund und Nase wärmt die Atemluft vor. Auf den Kopf gehört auf jeden Fall eine Mütze, da über den Kopf bis zu 30 Prozent Körperwärme verloren geht. Die Kleidung soll so sein, dass es einem beim Loslaufen leicht kühl vorkommt, sonst wird es einem nach ein paar Minuten zu warm. Wer ausserdem nach dem Laufen gleich etwas Trockenes anzieht, mindert auch die Erkältungsgefahr.

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