Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, kommt der Körper zunächst nur langsam in Schwung, da sich die innere Uhr erst umstellen muss. Das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit wird vor allem durch den Klimawechsel verursacht. Wenn die Kälte des Winters den wärmeren Temperaturen weicht, muss sich der Körper langsam daran gewöhnen: Die Blutgefäße stellen sich weit, der Blutdruck sackt ab und das alles macht uns müde.

Unter der Frühjahrsmüdigkeit versteht man eine verringerte Leistungsbereitschaft und Mattigkeit, die viele Menschen im Frühling erleben. Es handelt sich dabei um eine durch den Jahreszeitwechsel hervorgerufene Erscheinung.

Die Symptome treten meist ab Mitte März auf, also wenn es bereits ein paar Tage lang warm war. Die Sonne scheint wieder kräftiger und länger und wirft Stoffwechsel- und Hormonhaushalt erneut durcheinander: Die Körpertemperatur steigt, die Blutgefäße weiten sich und der Blutdruck sinkt. Aber erst allmählich drosselt die wachsende UV-Strahlung auch die Produktion des Melatonins, um stattdessen die Herstellung des Glückhormons Serotonin anzuregen. Die Folge: Der Kreislauf kommt nicht recht auf Touren, das Melatonin polt uns weiterhin auf Dunkelheit.

Bis unser Körper sich an die neue Großwetterlage gewöhnt hat, vergehen zwei Wochen und manchmal hält dieser Zustand sogar einen ganzen Monat an. Die typischen Zeichen der Frühjahrsmüdigkeit sind Müdigkeit (trotz ausreichender Schlafdauer), Wetterfühligkeit, Schwindelgefühl, Kreislaufschwäche, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder Antriebslosigkeit.

Die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit sind bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Wetterfühlige Menschen sind insgesamt viel öfter betroffen, außerdem spüren dieses Phänomen vor allem diejenige, die sowieso schon einen niedrigen Blutdruck haben. Das sind in der Regel häufiger Frauen als Männer. Auch ältere Menschen klagen öfter über Frühjahrsmüdigkeit. Je fitter man ist, desto besser kommt man meistens mit dem Klimawechsel klar.

Also was tun?

  1. Den Stoffwechsel mit viel frischem Obst und Gemüse anregen!
  2. So oft wie möglich an die frische Luft und ins Sonnenlicht gehen: Viel Bewegung und Spaziergänge im Sonnenlicht kurbeln den Hormonhaushalt an.
  3. Es lohnt sich auch den Tagesrhythmus den Lichtverhältnissen anzupassen: Früh ins Bett gehen und so früh wie möglich aufstehen, um möglichst viel Sonne zu tanken.
  4. Wechselduschen härten das Immunsystem ab und machen startklar für den Frühlingsanfang.
  5. Bei andauernder Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsproblemen können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente helfen.
Zeige Buttons
Verberge Buttons
%d Bloggern gefällt das: