Schönheit ist subjektiv. Wer was beziehungsweise wen attraktiv findet, hängt von vielen Faktoren ab. Es gibt trotzdem gewisse Merkmale, die generell positiv aufgenommen und anziehend beurteilt werden. Laut einer australischen Studie gehört auch die Gesichtsfarbe zu diesen Anhaltspunkten.

  • Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass hellhäutige Menschen einen Teint mit gelben und rötlichen Farbtönen attraktiver und gesünder empfinden – obwohl keine gesundheitsfördernde Wirkung nachweisbar ist. Dies geht aus Versuchen australischer Forschern hervor, bei denen männliche Studienteilnehmer über zwölf Wochen den Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin eingenommen hatten. Zur Kontrolle erhielt eine Placebogruppe gleich aussehende Kapseln ohne Beta-Carotin.
  • Diese Nahrungsergänzung verändert das Aussehen der Haut so, dass Männer in den Augen von Frauen attraktiver erscheinen. Außerdem nehmen sie diese Hautmerkmale als Signal für gute Gesundheit wahr – im Gegensatz zu einer fahlen Gesichtshaut, die kränklich wirkt. Die australischen Forscher konnten jedoch nicht bestätigen, dass diese Männer durch die erhöhte Carotinzufuhr tatsächlich gesünder geworden wären, berichtet das Portal der Deutschen Apotheker Zeitung.

Generell entwickeln sich männliche Attraktivitätsmerkmale durch sexuelle Selektion, indem die Weibchen bei der Partnerwahl auf sichtbare Signale reagieren, an denen sie die biologische Fitness eines Männchens erkennen. Im Fall der Carotinoide besteht die Hypothese, dass es sich nur die gesündesten Männchen leisten können, einen großen Anteil dieser Antioxidanzien für schöneres Aussehen zu verwenden. Wenn Weibchen sich bevorzugt mit gesunden Männchen paaren, erhöhen sie damit die Wahrscheinlichkeit für eine große Zahl gesunder Nachkommen.

Die Teilnehmer der australischen Studie wurden zu Beginn und am Ender der zwölf Wochen fotografiert und auch zu beiden Zeitpunkten untersucht: Alle gaben Urin-, Speichel- und Spermaproben ab. Die Wissenschaftler ermittelten mit Hilfe dieses Materials die Immunabwehr, den Pegel an oxidativem Stress und Samenqualität.

Die Auswertung der Vorher-Nachher-Fotografien ergab, dass durch die Carotinpräparate die Gesichtshaut objektiv gelber und röter geworden war. Die Fotos wurden weiblichen Studienteilnehmerinnen gezeigt, die die Attraktivität der Männer anhand der Porträts beurteilen sollten. Dabei stuften sie die Männer auf dem zweiten Foto deutlich attraktiver und gesünder aussehend ein als auf dem ersten. Die Ergebnisse der Gesundheitstests lieferten dagegen keine Hinweise auf positive Veränderungen während der zwölf Wochen. Die Farbpigmente lassen die Hautfarbe der Gesichter zwar gesünder aussehen, ein stichhaltiger Beleg für eine gute Gesundheit liefere die Gesichtsfarbe jedoch nicht.

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