Quelle der Unsterblichkeit, „Speise der Götter“: Diesen Ruf muss man ja erarbeiten. Der Honig hat es geschafft und war bereits vor 9.000 Jahren bekannt und heiß begehrt. Heutzutage sind die Erwartungen nicht mehr so hoch und es reicht auch vollkommen, wenn die goldfarbige Substanz bei Erkältung und anderen Erkrankungen die Beschwerden lindert.

Schon in der Steinzeit nutzte der Mensch Honig als Nahrungsmittel, er war zunächst das einzige Süßungsmittel. Der Ursprung der Hausbienenhaltung mit geplanter Honiggewinnung wird im 7. Jahrtausend vor Christus in Anatolien vermutet. Um 400 vor Christus lehrte Hippokrates, dass Honigsalben Fieber senken und dass Honigwasser die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen verbesserte.

Es ist also nichts Neues: Honig schmeckt nicht nur gut, er ist auch ein probates Heilmittel bei so manchen kleinen Leiden. Honig entsteht dadurch, dass Bienen Nektariensäfte von Pflanzen aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen. Man unterscheidet nach botanischer Herkunft beispielsweise Blüten-, Wald- und Mischhonig.

Tatsächlich besteht Honig bis zu 80 Prozent aus Frucht- und Traubenzucker. Im Honig finden sich außerdem Spuren von Pollen, organischen Säuren, Aroma- und Mineralstoffen, Eiweiß, Spurenelemente, Vitamine, Karotin und Enzymen. Letztere sollen entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Mit einer Kaloriendichte von 330 Kilokalorien auf 100 Gramm ist Honig genauso wie Zucker ein kalorienreiches Nahrungsmittel. Doch hat Honig eine höhere Süßkraft und ist außerdem ein Naturprodukt. Der hohe Zucker- und der geringe Wassergehalt verhindern unter anderem, dass sich Bakterien und andere Mikroorganismen vermehren können und ist Honig außerdem relativ lange haltbar.

Bakterien, Pilze sowie ein Übermass an freien Radikalen im Körper sind die Hauptverursacher zahlreicher entzündlichen Erkrankungen. Daher kann Honig mit seiner antibakteriellen, entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung bei vielen entzündlichen Prozessen gute Dienste leisten. So hat sich die Verwendung von Honig bei kleineren Wunden, Hals- oder Hautproblemen, Magen-Darmbeschwerden oder Pilzinfektionen längst bewährt. Zudem wird Honig eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt.

Nach so vielen positiven Eigenschaften hier einige Punkte, die zu berücksichtigen gelten:

  • nach dem Verzehr von Honig kann es bei Pollenallergikern zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen;
  • Diabetiker und die, die abnehmen wollen, sollten Honig mit Bedacht genießen, da Honig und Kristallzucker, was die Zuckerstoffe und Kaloriengehalt betrifft, fast identisch sind;
  • Kinder unter einem Jahr sollten gar keinen Honig bekommen: eventuell enthaltene Bakteriensporen oder Pollen können für Babys und Kleinkinder sehr gefährlich sein, da sie von deren Darm noch nicht bekämpft werden können.
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