Wer eine längere Strecke und so über mehrere Zeitzonen fliegt, wird höchstwahrscheinlich nach der Landung unter circadianer Dysrhythmie – besser bekannt als Jetlag – leiden. Was verursacht diese Störung, was sind die typischen Merkmale und was kann man gegen Jetlag tun?

Nach der schnellen Reise über mehrere Zeitzonen ist die innere Uhr nicht mehr mit der neuen Ortszeit synchron. Licht und Dunkelheit treten zu ungewohnten Zeiten auf, die natürlichen Rhythmen wie Essens- und Schlafenszeit, Hormonproduktion oder Körpertemperatur kommen aus dem Takt.

Die häufigsten Beschwerden des Jetlags sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Stimmungsschwankungen, Appetitlosigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit bei körperlichen, manuellen und kognitiven Anforderungen. Die Symptome verschwinden, wenn sich die innere Uhr auf die tatsächliche Ortszeit eingestellt hat. Allerdings brauchen verschiedene Körperfunktionen für die Umstellung unterschiedlich lange. Welchen Zeitraum dieser Umstellungsprozess in Anspruch nimmt, hängt einerseits von individuellen Parametern wie Alter, Schlaftyp etc. ab. Andererseits von der Zahl der überflogenen Zeitzonen und auch von der Flugrichtung.

Die Weltkarte mit Zeitzonen / wikipedia.org

Wenn man von Europa nach Asien fliegt und dabei mehrere Zeitzonen überquert, dann trifft der Jetlag unweigerlich auf. Denn beim Reisen gen Osten verkürzt sich unser Tag, beschleunigte Taktphasen werden gefordert, als ob man früher aufstehen müsste. Bei Flügen nach Westen hingegen verlängert sich der Tag, man bleibt länger auf. Das kann der Körper besser verkraften und kommt dem biologischen Rhythmus eher entgegen.

Einige Tipps gegen Jetlag hat das Online-Portal BizTravel zusammengetragen. Wenn man also Jetlag-Symptomen vorbeugen sowie diese abmildern möchte, dann sollte man

  • sich unbedingt an die Zeit im Zielland anpassen, möglichst bis zum Abend durchhalten – ohne zu schlafen.
  • sich tagsüber im Freien aufhalten: Da Sonnenlicht die Produktion von Melatonin (Schlafhormon) hemmt, kann sich der Körper besser an den neuen Tagesrhythmus gewöhnen.
  • sich bereits im Flugzeug die Uhr auf Lokalzeit des Zielortes einstellen, so orientiert sich man automatisch daran und weiß man immer, wie spät es dort ist.
  • auf Schlafmittel und Melatonin verzichten und lieber auf „natürliche Einschlafhilfen“ wie Schlafmasken, bequeme Nackenkissen und ruhige Musik zurückgreifen.
  • an Bord auf die Wahl der Speisen achten: kohlenhydratreiche Kost macht ja eher müde, so damit kann man das natürliche Schlafbedürfnis stimulieren. Eine eiweißreiche Ernährung hingegen hilft dabei die Müdigkeit zu unterdrücken und länger wach zu bleiben.
  • an Bord viel trinken, aber möglichst auf Alkohol verzichten: Alkohol entfaltet über den Wolken seine Wirkung noch stärker als auf dem Boden, trocknet den Körper zusätzlich aus, macht müde und verzögert die erfolgreiche Anpassung des Körpers an die neue Zeitzone.
Zeige Buttons
Verberge Buttons
%d Bloggern gefällt das: