Ja, in Österreich wird gerne und viel Kaffee getrunken, die Kaffeehauskultur blickt auf eine lange und traditionelle Geschichte zurück. Und so ist die folgende Nachricht mehr als erfreulich: Die WHO sieht Kaffee nicht mehr als potenziell krebserregend und hat auch dessen Einstufung von Gruppe 2B auf Gruppe 3 geändert, was bedeutet, es gäbe keine Belege für ein erhöhtes Krebsrisiko durch Kaffee.

Spätestens seit George Clooney auf den Plakaten, Bildschirmen etc. aufgetaucht ist, spüren wir –
zumindest die Frauen – den steigenden Bedarf, immer öfter eine Tasse, einen Pappbecher oder eben eine ganze Thermoskanne mit dem heißen Schwarzen zu uns zu nehmen. Und das, obwohl der Kaffee auch den Ruf eines Krankmachers hat: er wurde als möglicher Grund für Blasenkrebs gehalten, außerdem belastend für das Nervensystem und sogar in Verbindung mit Magen-Darm-Problemen gebracht. Laut Experten stimmt das alles nicht: gefährlich sei nur der Kaffee, wenn er in Übermaßen und viel zu heiß getrunken wird. Demnach ist gegen bis zu fünf Tassen Kaffee pro Tag aus gesundheitlicher Sicht nichts einzuwenden – vorausgesetzt man ist gesund und hält sich an gewisse Regeln (keine Drogen, Zigaretten, Medikamente etc.) bzw. gelten für schwangere und stillende Frauen auch noch andere Empfehlungen.

Die WHO weist darauf hin, dass die früheren Belege über die schädlichen Wirkungen des Kaffees eher damit zu tun gehabt haben, dass die Menschen, die viel Kaffee trinken, zusätzlich auch eher rauchten und so der Tabakkonsum das Risiko für Blasenkrebs deutlich steigere. Der Bericht der WHO warnt auch, dass der Genuss sehr heißer Getränke wahrscheinlich die Gefahr für Speiseröhrenkrebs erhöhe. Dies gelte vermutlich ab Temperaturen über 65 Grad Celsius. Studien, die in Regionen von China, dem Iran, der Türkei und Südamerika durchgeführt wurden, also, wo traditionell gern und viel Tee sehr heiß getrunken wird, haben ein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt.

„Heiße Getränke können zu Verletzungen und Schädigungen der Speiseröhre führen und damit auch das Risiko von Krebs erhöhen“Gunter Kuhnle von der britischen Universität Reading

Also, was lernen wir daraus? Es lohnt sich, sich Zeit zu lassen, den Kaffee schön langsam zu trinken und den Geschmack so richtig zu genießen. Naja, „what else“, wie Clooney meint. Und er muss es ja wissen, war er doch Arzt in der legendären Doktor-Spiele-Serie „ER“.

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