Wer schon schlaflose Nächte wegen einem schnarchenden Bettnachbarn verbracht hat, kennt genau das Gefühl der Unruhe, dann Ärger und schließlich Verzweiflung oder im schlimmeren Fall Aggression. Schnarchen kann mehrere Ursachen haben, bei Atemaussetzern sogar gefährlich werden.

Mit Schnarchen bezeichnet man ein knatterndes Geräusch, das meist durch eine Verengung der oberen Atemwegen eines schlafenden Menschen entsteht. Hinter einer solchen Verengung können verschiedene Ursachen stecken. Bedenklich ist Schnarchen nur, wenn es während der Nacht zu Atemaussetzern kommt. In einem solchen Fall spricht man von einer Schlafapone und sollte dringend ärztlich abgeklärt werden.

Schätzungen zufolge schnarchen rund zwei Millionen Österreicher: etwa 30 Prozent der Männer und etwa 10 Prozent der Frauen. Mit zunehmendem Alter nimmt das Schnarchen generell zu. Bei Männern setzt das Schnarchen bereits etwa ab dem 30. Lebensjahr ein und somit viel früher als bei den Frauen, die oft erst nach der Menopause dadurch betroffen sind.

Während bei vielen Personen die Schnarchgeräusche relativ leise sind, sind in einigen Fällen sehr laut und störend, berichtet das Online-Portal gesundheit.de. So ist im Guiness-Buch der Rekorde eine Schnarch-Lautstärke von 93 Dezibel vermerkt. Das entspricht in etwa dem Geräuschpegel einer vielbefahrenen Autobahn.

Schnarchen ist aber nicht der einzige Grund, wenn es zu Schlafstörungen kommt. Marktforscher der deutschen GfK haben herausgefunden, dass

  • die meisten (54 Prozent der Betroffenen) deswegen Schlafprobleme haben, weil sie über Ereignisse nachdenken, die sie erlebt haben oder die noch bevorstehen.
  • Weitere wichtige Ursache ist der Gang zur Toilette (30 Prozent),
  • dann der Vollmond (23 Prozent),
  • die Zeitumstellung (19 Prozent)
  • sowie körperliche Beschwerden und leichter Schlaf (jeweils 18 Prozent).
  • Jeder zehnte Befragte der repräsentativen Umfrage beklagte sich über Schnarchen des Partners. Bei den Verheirateten oder Liierten nannte sogar jeder siebte diesen als Grund für seine Schlafprobleme.

Schnarchen rauben laut britischen Forschern der „Lung Foundation“ ihren Partnern im Durchschnitt 1,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Das macht insgesamt 23 Tage pro Jahr. Schnarchen kann sich damit zu einem echten Beziehungskiller entwickeln, denn bereits jede dritte Frau sucht regelmäßig das Weite, wenn der Mann kaum im Bett, mal wieder so richtig loslegt.

Schnarchen kann und in bedenklichen Fällen soll auch behandelt werden. Bei „normalem“ Schnarchen sind Tipps wie auf der Seite oder auf dem Bauch schlafen, auf Alkohol und Beruhigungsmittel verzichten, Körpergewicht reduzieren, Nasenpflaster verwenden etc. häufig hilfreich. Bei Verdacht, dass es während des Schlafes zu Atemaussetzern kommt, sollte man ein Schlaflabor aufsuchen und dort weitere Untersuchungen durchführen lassen.

Die App “SnoreLab” bietet die Möglichkeit das Schnarchen aufzuzeichnen, zu messen und zu reduzieren.

Mehr über die App lesen Sie hier….

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