Der amerikanische Sportler, Michael Phelps hat mit seinem trainierten Körper schon immer die Blicke auf sich gezogen, sobald er ein Schwimmbad betreten hat. Doch bei den Olympischen Spielen in Rio hat er zusätzliche Aufmerksamkeit erregt, als er mit auffälligen braunen Flecken an seiner Schulter und seinem Rücken erschien.

Der Schwimm-Superstar lüftet sein Geheimnis: Er setzt – wie viele andere Olympia-Teilnehmer – auf trockenes Schröpfen. Dabei handelt es sich um ein traditionelles Therapieverfahren, das den Transport von abgelagerten Stoffen im Körper verbessern soll. Damit sollen Muskelkater verhindert und die Blutzirkulation angekurbelt werden.

Wie funktioniert Schröpfen oder Cupping? Schröpfgläser – aus Glas, Keramik oder manchmal aus Bambus – werden auf die Haut gelegt und durch Erhitzen oder Absaugen der Luft im Inneren Unterdruck erzeugt. Dieser zieht die Haut an und so entstehen Hämatome, die noch bis zu drei Wochen sichtbar sein können. Die Gläser bleiben bis zu 15 Minuten an der Haut. Allgemein wird die Therapie als nicht angenehm beschrieben, aber viele finden die Methode beruhigend.

So funktioniert “Cupping”….

Laut der traditionellen chinesischen Medizin kann Schröpfen die Strömung der Energie oder „Chi“ durch den Körper beeinflussen und falls notwendig, Blockade auflösen. Die Anwender der westlichen Medizin verwenden Schröpfen hingegen eher bei den Muskeln und um die Durchblutung zu verbessern.

Es gibt viele Studien über das Anwendungsgebiet von Schröpfen. Oft wird es als Kombination mit anderen Behandlungen – wie Akupunktur – oder mit Medikamenten empfohlen. Am meisten scheint Schröpfen bei vorübergehender Schmerzlinderung zu helfen, aber – wie bei Akupunktur – die Wirksamkeit der Behandlung wird immer wieder in Frage gestellt. Diese Unklarheit schreckt die globalen Fans der Methode keineswegs zurück, im Gegenteil: Neben den Athleten werden oft auch andere Promis wie Gwyneth Paltrow, Jennifer Aniston und sogar Justin Bieber mit den typischen Flecken gesichtet.

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