Wenn es um einen gesunden Lebensstil geht, ist meist von der richtigen Ernährung und viel Sport die Rede. Doch es gibt auch andere Wege, die Gesundheit zu fördern und dabei die Stimmung zu heben – zum Beispiel mit Singen. Es kostet nichts und wo man es ausübt, spielt auch keine Rolle – Hauptsache, man tut es, weil der Gesang sich auf unser körperliches und psychisches Wohlbefinden durchaus positiv auswirkt.


Singen baut Stress ab und steigert die Lebenserwartung.

Über die gesundheitlichen Vorteile der Musik und des Singens wurden einige Studien durchgeführt, die sich meist ziemlich einig sind: Singen wirkt positiv auf Körper, Geist und Seele. Laut Studien sind singende Menschen optimistischer, entspannter und zuversichtlicher als andere. Der Grund dafür: Singen dämpft die Produktion des Stresshormons Cortisol, gleichzeitig schüttet das Gehirn die Glückshormone Dopamin und Serotonin vermehrt aus. Das fördert positive Gefühle. Schon in den 90er Jahren untersuchten Forscher in Schweden über 12.000 Menschen verschiedener Altersgruppen und stellten dabei fest, dass Mitglieder von Chören und Gesangsgruppen eine deutlich höhere Lebenserwartung haben als Menschen, die nicht singen.

Musik verbindet uns.

Schon Charles Darwin wusste, dass Musik eines der geheimnisvollsten Elemente der menschlichen Natur ist und dachte darüber nach, warum sie entstanden ist. Dabei kam er auf den Gedanken, dass der Gesang bei der Partnerwahl hilft. Seinem Buch „Die Abstammung der Menschen“ zufolge, haben Männer zu singen angefangen, um Frauen zu faszinieren und somit die Fortpflanzung zu sichern. Neuere Studien gehen davon aus, dass der Mensch aus sozialen Gründen mit dem Gesang begonnen hat – demnach wird Musik als Gruppenprozess, als Kommunikationsmittel und als wichtiges Element des sozialen Lebens verstanden.

Singen stärkt das Immunsystem.

Dass der Gesang das Immunsystem stärkt, legt unter anderem eine Studie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main nahe, die gezeigt hat, dass der Gesang den Anteil der positiven Immunstoffe im Blut erhöht. Die Forscher untersuchten Speichelproben von Kirchenchorsängern und stellten dabei fest, dass die Anzahl der Antikörper, welche Krankheitserreger bekämpfen, nach der Chorprobe deutlich erhöht war.

„Die Abwehrkräfte des menschlichen Körpers werden schon nach 20 Minuten Singen aktiviert und die Sauerstoffversorgung der Organe verbessert.“

Singen beflügelt das Herz.

Etwa 15 bis 20 Minuten Gesang sind genug, um das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen. Dabei spielt die Atmung eine zentrale Rolle: man atmet tiefer und intensiver, wobei der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Somit wird die sogenannte Herzfrequenzvariabilität – der zeitliche Abstand zwischen zwei Herzschlägen – verbessert.

Gesangsübungen gegen Schnarchen.

Menschen schnarchen hauptsächlich, wenn die Muskulatur der Atemwege weich oder schwach ist – mit regelmäßigen Gesangsübungen kann sie jedoch gestärkt werden und somit Schnarchen reduziert werden. Man sollte allerdings dranbleiben und regelmäßig üben, um das Ziel zu erreichen.

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