Weiß, weißer, mega weiß. Und wenn das geht, möglichst schnell. Die Sucht nach weißeren Zähnen wird als “bleachorexia” bezeichnet und in den letzten Jahren von den Zahnärzten immer mehr thematisiert. Zahnbleaching ist zwar gut, jedoch in gewissen Grenzen gesund.

Strahlend weiße Zähne sind Zeichen für Gesundheit, Schönheit und Attraktivität und in einer industrialisierten Gesellschaft – Symbol des Wohlstands. Wer sich ein Hollywood-Lächeln wünscht, muss jedoch meist nicht nur regelmäßig die Zähne putzen. Laut Statistik ist Zahnaufhellung bzw. –bleaching die meistgefragte kosmetische Behandlung beim Zahnarzt. In sozialen Netzwerken wie YouTube finden sich zahlreiche Bleaching-Tutorials mit Tipps und Tricks zur Zahnaufhellung, die Millionen Klicks erreichen.

Neben dem unüberschaubaren Angebot aus der Apotheke oder der Drogerie – die sogenannte „Zuhause-Methode“ – bestehen unterschiedliche Möglichkeiten in Bleaching-Studios oder beim Zahnarzt die Zähne aufzuhellen. Wer sich für „Home-bleaching“-Produkte als eine günstigere Alternative des Zahnarztes entscheidet, sollte jedoch mit Folgen wie schmerzempfindliche Zähne und Zahnfleischirritationen rechnen. Abgesehen davon, haltet der Effekt der „Zuhause-Methode“ nicht wirklich lange.

Behandlungen beim Zahnarzt wirken allerdings effektiver, sind jedoch aggressiver als andere Methoden und wenn man es übertreibt, können Schäden der Zahnsubstanz und dem Zahnfleisch auftreten – deshalb sollten sie selten durchgeführt werden, meinen Experten: „Durch die chemische Prozedur wird der Zahnschmelz leicht anfälliger gegenüber Säuren. Diese Reaktion kann aber grundsätzlich durch eine nachfolgende lokale Fluoridierung abgeschwächt werden.“ Zeichen, dass die Zahnaufhellung ins Extreme getrieben ist, sind unter anderem: Zahnempfindlichkeit, besonders zur Kälte; Zahnfleischentzündungen bzw. –bluten; sowie an den Schneidekanten durchsichtig wirkende Zähne.

“Wenn die Warnsignale unbehandelt bleiben, kann es zur Nervenschädigung, Ausdünnung des Zahnschmelzes, sowie Brennen im Mund kommen.”Dr. Timothy Chase, Zahnkosmetiker in New York

Wie oft also Zähne bleichen, ohne sie zu schaden und ein „bleach junkie“ werden? Die Ausmaß ist je nach Patienten unterschiedlich, meinen Zahnärzte. Grundsätzlich sind die Hinweise des Zahnarztes zu beachten, um die gewünschte Nuance zu erreichen und gleichzeitig die Zähne gesund zu halten.


“Zahnbleaching beim Zahnarzt empfiehlt sich meist einmal im Jahr, dazu Zahnweiß-Streifen etc. zuhause anwenden.”
Dr. Timothy Chase


Die Prävention von Verfärbungen fängt natürlich mit der Mundhygiene an: regelmäßige professionelle Zahnreinigung, Zahnseide, Mundspülung, regelmäßiges Zähneputzen – in der Früh und am Abend, sowie bis zu 20 Minuten nach jeder Mahlzeit. Und voilà – der Tag kann mit einem schönen Lächeln anfangen!

Zahnbleaching lässt die Zähne zwar schön strahlen, der entscheidende Punkt dabei: zu wissen, wie viel, zu viel ist.

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